Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Artikel: Warum ein einzelner Wirkstoff für Haarwachstum nicht ausreicht

Serum droplet, illustrating a multi-target approach to scalp care

Warum ein einzelner Wirkstoff für Haarwachstum nicht ausreicht

Die Branche rund um Haarwachstum liebt sogenannte Hero Ingredients.

In einem Jahr ist es Koffein, im nächsten Rosmarinöl. Danach folgen Peptide, Stammzellextrakte, Exosomen oder der neueste Wirkstofftrend, der in den sozialen Medien beworben wird.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollen häufig glauben, dass ein einzelner Inhaltsstoff für den Erfolg eines Haarwachstumsprodukts verantwortlich ist. Enthält ein Produkt einen populären Wirkstoff, gehen viele automatisch davon aus, dass es relevante Ergebnisse liefern wird.

Die Biologie des Haares ist jedoch wesentlich komplexer.

Bei Haarwachstum, Haardichte und Haarverlust ist die entscheidende Frage nicht, ob eine Formulierung einen gerade populären Wirkstoff enthält. Wichtiger ist, ob die gesamte Formulierung dafür entwickelt wurde, die Kopfhaut und das Umfeld der Haarfollikel sinnvoll zu unterstützen.

Die Fixierung auf einzelne Inhaltsstoffe

Moderne Verbraucherinnen und Verbraucher achten zunehmend auf Inhaltsstoffe. Grundsätzlich ist das eine positive Entwicklung.

Menschen stellen bessere Fragen und prüfen genauer, welche Produkte sie auf Kopfhaut und Haar anwenden.

Dieser Trend hat jedoch auch ein neues Problem geschaffen.

Viele Kaufentscheidungen beruhen heute fast ausschließlich auf dem Vorhandensein eines einzelnen Wirkstoffs. Produkte werden häufig rund um einen auffälligen Hauptwirkstoff vermarktet, während der restlichen Formulierung kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Eine Formulierung kann zwar einen bekannten Wirkstoff enthalten, doch Konzentration, Stabilität, Kompatibilität und Wirkstofftransport beeinflussen seine tatsächliche Leistung.

Für den einzelnen Inhaltsstoff können unterstützende Forschungsergebnisse vorliegen, während das fertige Produkt möglicherweise nie untersucht wurde.

Haarwachstum ist komplexer als ein einzelner Wirkstoff

Haarwachstum wird von mehreren biologischen Prozessen beeinflusst.

Dazu gehören:

  • der Haarwachstumszyklus;
  • die Funktion der Haarfollikel;
  • der Zustand der Kopfhaut;
  • oxidativer Stress;
  • das Mikromilieu rund um den Haarfollikel;
  • die Leistung der kosmetischen Formulierung;
  • die konsequente Anwendung.

Es ist daher unwahrscheinlich, dass ein einzelner Inhaltsstoff allein darüber entscheidet, ob ein Produkt erfolgreich ist oder nicht.

Gesund wirkendes Haarwachstum hängt vom Zusammenspiel mehrerer Faktoren ab.

Warum Haarfollikel mehr als einen Wirkstoff benötigen

Unterschiedliche Inhaltsstoffe können verschiedene Aspekte der Kopfhaut- und Follikelbiologie unterstützen.

Einige Wirkstoffe wurden beispielsweise zur Unterstützung des Kopfhautmilieus entwickelt, während andere auf das kosmetische Erscheinungsbild, den Feuchtigkeitshaushalt oder follikelbezogene Signalwege ausgerichtet sind.

Aus diesem Grund kombinieren moderne Formulierungen zunehmend mehrere Technologien, anstatt sich auf einen einzigen Inhaltsstoff zu verlassen.

Das Ziel besteht nicht darin, einen einzelnen Wunderwirkstoff zu finden.

Es geht darum, eine Formulierung zu entwickeln, in der die verschiedenen Inhaltsstoffe einander sinnvoll ergänzen.

Die Rolle von Peptiden und modernen Haarpflegetechnologien

Peptide gehören heute zu den meistdiskutierten Wirkstoffgruppen in der modernen Haarpflege.

Ihre Popularität spiegelt einen breiteren Wandel hin zu anspruchsvolleren kosmetischen Technologien und einem tieferen Verständnis der Biologie von Haar und Kopfhaut wider.

Doch auch fortschrittliche Inhaltsstoffe sollten nicht isoliert betrachtet werden.

Das Vorhandensein eines Peptids, eines pflanzlichen Extrakts oder eines anderen Wirkstoffs entscheidet nicht automatisch darüber, wie ein fertiges Produkt wirkt.

Entscheidend ist letztlich, wie die gesamte Formulierung aufgebaut ist.

Warum die Formulierung entscheidend ist

Ein fertiges Produkt ist mehr als eine Liste von Inhaltsstoffen.

Die Formulierung bestimmt unter anderem:

  • die Stabilität;
  • die Kompatibilität der Inhaltsstoffe;
  • den Wirkstofftransport zur Kopfhaut;
  • die kosmetischen Eigenschaften;
  • das Anwendungserlebnis;
  • die langfristige Produktleistung.

Zwei Produkte können ähnliche Inhaltsstoffe enthalten und dennoch sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Deshalb kann ein Produktvergleich, der sich ausschließlich auf die Inhaltsstofflisten stützt, irreführend sein.

Über Marketingversprechen hinausdenken

Verbraucherinnen und Verbraucher verdienen mehr als bloßes Wirkstoffmarketing.

Die Zukunft der Haarpflege sollte sich nicht nur damit beschäftigen, welche Inhaltsstoffe sich in einer Flasche befinden, sondern auch damit, wie sie innerhalb einer vollständigen Formulierung zusammenarbeiten.

Die wissenschaftliche Begründung, das Formulierungsdesign, die Produktstabilität und eine unabhängige Bewertung spielen eine wichtige Rolle, wenn die tatsächliche Leistung unter realen Anwendungsbedingungen beurteilt werden soll.

Die Zukunft könnte der Formulierung gehören, nicht dem Hype

Innovationen bei Wirkstoffen bleiben wichtig.

Erfolgreiche Haarpflege ist jedoch nur selten das Ergebnis eines einzelnen Hero Ingredients.

Mit der Weiterentwicklung der Haarforschung könnte sich die Diskussion zunehmend vom Wirkstoff-Hype hin zu Formulierungsqualität, Wirkstoffsynergien und messbarer Produktleistung verschieben.

Verbraucherinnen und Verbraucher verwenden keine isolierten Inhaltsstoffe.

Sie verwenden fertige Produkte.

Am Ende zählt daher die Leistung des fertigen Produkts – nicht die Popularität eines einzelnen Wirkstoffs.

Dieser formulierungsgestützte Ansatz unterstützt auch das wachsende Konzept der Hair Longevity: die langfristige Unterstützung der Follikelfunktion, des Kopfhautmilieus und der vorhandenen Haarfaser, anstatt sich auf einen kurzfristig populären Einzelwirkstoff zu verlassen.

Wie sich diese Prinzipien auf die praktische Produktauswahl übertragen lassen, erklären wir in unserem Leitfaden zu Kopfhautseren bei Haarausfall, sichtbarem Shedding und dünner werdendem Haar.

Alena Weissenbaeck
Gründerin von WELAB BIOTECH und Hair Practitioner (IAT)

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website ist durch hCaptcha geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von hCaptcha.

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.

Mehr erfahren

Laboratory research illustrating the science behind hair loss and hair growth biology.
Hair loss

Warum Haarausfall eine biotechnologische Herausforderung ist

Warum ist Haarausfall eine biotechnologische Herausforderung? Erfahren Sie, welche Rolle Haarzyklus, hormonelle Empfindlichkeit, lokale Signalwege, Zellalterung und das Kopfhautmilieu spielen.

Weiterlesen
Scientific representation of hair longevity, scalp health and age-related changes in the hair follicle
Hair Aging

Hair Longevity: Was es bedeutet und wie Sie Ihr Haar langfristig unterstützen

air Longevity beschreibt einen langfristigen Ansatz zur Unterstützung der Haarfollikelfunktion, eines ausgeglichenen Kopfhautmilieus und der Qualität der Haarfaser. Erfahren Sie, wie sich das Haar ...

Weiterlesen