Artikel: Haarausfall in den Wechseljahren: Ursachen und was Sie tun könn

Haarausfall in den Wechseljahren: Ursachen und was Sie tun könn
Aktualisiert am 11. Oktober 2026
Autorin: Alena Weissenbaeck, Gründerin von WELAB BIOTECH, mit abgeschlossener Hair-Practitioner-Ausbildung bei der International Association of Trichologists (IAT).
Haarausfall in den Wechseljahren kann durch hormonelle Veränderungen mitbedingt sein. Häufig spielen aber auch Veranlagung, Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme oder eine starke Gewichtsabnahme eine Rolle. Was hilft? Zuerst unterscheiden, ob plötzlich mehr Haare ausfallen oder das Haar langsam feiner wird. Dann mögliche Ursachen abklären und eine passende Routine aufbauen: ausreichend essen, die Haare schonend behandeln und die Kopfhaut gezielt pflegen. Ein kosmetisches Kopfhautserum kann diese Routine ergänzen und – je nach Formulierung und Datenlage – weniger sichtbares Ausfallen und voller aussehendes Haar unterstützen. Bei anhaltendem oder auffälligem Haarverlust gehört eine ärztliche Untersuchung dazu. Veränderungen brauchen Monate, nicht Tage.
Warum werden die Haare in den Wechseljahren dünner?
Die hormonelle Umstellung kann Haarveränderungen begünstigen. Sie ist aber nicht automatisch die einzige Ursache.
Während der Wechseljahre verändert sich die Hormonproduktion; langfristig sinkt der Östrogenspiegel. Gleichzeitig können Alter und erbliche Veranlagung stärker sichtbar werden. Deshalb bedeutet ein dünnerer Zopf nicht zwangsläufig, dass einfach „Östrogen fehlt“. Die Zusammenhänge beim weiblichen Haarverlust sind komplex.[2]
Zur Orientierung:
- Perimenopause bezeichnet die Übergangszeit rund um die letzte Regelblutung. Der Zyklus kann unregelmäßig werden.
- Menopause ist die letzte Regelblutung. Sie wird rückblickend nach zwölf Monaten ohne weitere Blutung festgestellt, sofern keine andere Ursache vorliegt.
- Postmenopause ist die Lebensphase danach.[4]
Eine Studie mit 178 Frauen nach der Menopause fand bei rund der Hälfte weiblichen anlagebedingten Haarverlust. Das zeigt, wie häufig das Thema sein kann – nicht, dass jede zweite Frau zwangsläufig betroffen ist oder Hormone allein dafür verantwortlich sind.[1]
Weitere mögliche Einflüsse erklären wir im Beitrag über dünner werdendes Haar ab 40.
Mehr Haare in der Bürste oder ein breiterer Scheitel: Was ist der Unterschied?
Plötzlich verstärktes Ausfallen und langsames Dünnerwerden sind nicht dasselbe. Beides kann jedoch zusammen auftreten.
Bei einem telogenen Effluvium wechseln ungewöhnlich viele Haare in die Ruhephase und fallen zeitversetzt aus. Diffuser Haarausfall bedeutet, dass die Haare über den Kopf verteilt ausfallen.
Beim weiblichen anlagebedingten Haarverlust werden betroffene Haare allmählich feiner und kürzer. Diese Veränderung heißt Miniaturisierung. Der Haarfollikel ist die Struktur in der Haut, in der das Haar entsteht.[3]
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Was Sie bemerken |
Was dahinterstecken kann |
Sinnvoller nächster Schritt |
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Plötzlich deutlich mehr Haare beim Waschen oder Bürsten |
Vorübergehendes diffuses Ausfallen, etwa nach Krankheit oder starker Gewichtsabnahme |
Mögliche Auslöser der vergangenen Monate besprechen |
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Der Scheitel wird langsam breiter, der Oberkopf lichter |
Weiblicher anlagebedingter Haarverlust |
Haarverteilung und Haardicke dermatologisch beurteilen lassen |
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Der Stirnhaaransatz weicht zurück, eventuell werden die Augenbrauen dünner |
Unter anderem eine entzündliche, vernarbende Form des Haarverlusts |
Zeitnah dermatologisch abklären lassen |
Die Tabelle hilft bei der Orientierung, ersetzt aber keine Diagnose. Besonders die letzte Veränderung sollte nicht einfach als normale Alterserscheinung eingeordnet werden.[3]
Was können Sie konkret tun?
Am sinnvollsten ist es, mögliche Ursachen zu klären und gleichzeitig eine einfache, gut verträgliche Pflegeroutine aufzubauen.
1. Den zeitlichen Verlauf betrachten
Wann hat die Veränderung begonnen? Gab es davor eine Erkrankung, neue Medikamente oder eine deutliche Gewichtsabnahme? Bei diffusem Ausfallen liegt der Auslöser häufig ungefähr drei Monate zurück. Je nach Vorgeschichte können Untersuchungen auf Eisenmangel oder Schilddrüsenprobleme sinnvoll sein.[3]
Wenn sich Ihr Gewicht verändert hat, lesen Sie auch unseren Beitrag über Ozempic, Gewichtsabnahme und Haarausfall.
2. Ernährung nicht durch „Haarvitamine“ ersetzen
Ob Sie Nährstoffe ergänzen sollten, hängt von Ihrer Ernährung und gegebenenfalls Ihren Untersuchungsergebnissen ab. Nahrungsergänzungsmittel sind keine pauschale Lösung für Haarverlust.[2]
3. Die vorhandenen Haare schonen
Weniger starke Hitze, vorsichtiges Entwirren und Frisuren ohne dauerhaften Zug vermeiden zusätzliche Belastung. Das behebt keine innere Ursache, ist aber ein sinnvoller Teil der täglichen Pflege.[3]
4. Eine Routine wählen, die in Ihren Alltag passt
Statt mehrere Produkte gleichzeitig zu beginnen, halten Sie die Routine übersichtlich. Notieren Sie den Start und machen Sie monatlich vergleichbare Fotos. So lässt sich die Entwicklung besser beurteilen.
Was kann ein Kopfhautserum in den Wechseljahren beitragen?
Ein passend formuliertes Serum kann die Kopfhaut pflegen und das Erscheinungsbild dünner werdender Haare unterstützen. Entscheidend sind die gesamte Formulierung, die Verträglichkeit und die Daten zum fertigen Produkt.
Ein Leave-in-Kopfhautserum wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und nicht ausgespült. Anders als ein Produkt für die Haarlängen richtet es sich an die Haut, aus der die Haare wachsen.
Verschiedene Inhaltsstoffe übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben. Peptide und Pflanzenextrakte wie AnaGain™ werden in Formulierungen eingesetzt, die voller aussehendes Haar unterstützen sollen. Ectoin hilft der Haut, Feuchtigkeit zu bewahren, und unterstützt ihre natürliche Schutzbarriere. Durch diese Kombination kann ein Serum sowohl das Erscheinungsbild dünner werdender Haare als auch das Wohlbefinden der Kopfhaut berücksichtigen – beides ist bei der Wahl einer täglichen Pflege wichtig.[5, 6]
Das WELAB BIOTECH Advanced Multi-Peptide Scalp Serum verbindet diese Aufgaben in einer leichten, nicht fettenden Formulierung. Es wurde entwickelt, um sichtbares Ausfallen zu reduzieren, voller aussehendes Haar zu unterstützen und die Kopfhaut zu pflegen.
In einer zwölfwöchigen Verbraucherstudie mit 20 Teilnehmenden berichteten*:
- 95 % über weniger Haarausfall.
- 90 % über voller aussehendes Haar.
- 85 % über sichtbare neue „Babyhaare“.
Mehr zur Einordnung finden Sie unter Haarserum bei Haarausfall: Möglichkeiten und Grenzen und Peptide bei Haarausfall.
Wie sieht eine einfache tägliche Anwendung aus?
Für WELAB ist eine einmal tägliche Anwendung vorgesehen. Eine regelmäßige Routine lässt sich besser beurteilen als ein ständiger Produktwechsel.
Ziehen Sie vier bis fünf Scheitel und verteilen Sie insgesamt 1–2 ml direkt auf der Kopfhaut. Sanft einmassieren und nicht ausspülen. Morgens oder abends – wählen Sie den Zeitpunkt, den Sie zuverlässig einhalten können.
Die Verbraucherstudie lief über zwölf Wochen. Dieser Zeitraum bietet einen ersten Orientierungspunkt zur Beurteilung der kosmetischen Routine, aber keine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis. Bei Reizungen beenden Sie die Anwendung.
Wann können die Haare wieder voller aussehen?
Weniger Ausfallen und mehr sichtbare Fülle sind zwei unterschiedliche Fortschritte. Die Fülle braucht meist länger.
Bei einem vorübergehenden telogenen Effluvium kann das Ausfallen innerhalb von drei bis sechs Monaten abklingen. Bis die Haarfülle zurückkehrt, können weitere Monate vergehen. Bei anlagebedingtem Dünnerwerden ist dagegen meist eine langfristige Betreuung nötig.[3]
Für Fotos gilt: gleicher Scheitel, gleiches Licht, gleicher Abstand und möglichst derselbe Haarzustand. Ein Vergleich pro Monat ist aussagekräftiger als tägliches Prüfen im Spiegel.
Wann reicht Pflege allein nicht aus?
Bei fortschreitendem Haarverlust oder Veränderungen wie einem zurückweichenden Haaransatz, ausdünnenden Augenbrauen, Brennen oder Rötungen sollte die Kopfhaut ärztlich untersucht werden.
Entzündliche, vernarbende Formen können Haarfollikel dauerhaft schädigen. Eine frühzeitige Abklärung ist deshalb wichtig. Wird eine Erkrankung oder ein Mangel festgestellt, braucht diese Ursache eine passende Behandlung; kosmetische Pflege übernimmt eine ergänzende Rolle.[3]
Die praktische Richtung bleibt einfach: verstehen, was sich verändert, mögliche Ursachen angehen und eine Pflege aufbauen, die sich im Alltag durchhalten lässt.
Quellen
- Chaikittisilpa S. et al. (2022): Prevalence of female pattern hair loss in postmenopausal women: a cross-sectional study. Menopause. Primärstudie.
- Multidisziplinäres Fachgremium (2019): Female Pattern Hair Loss and Androgen Excess. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. Klinischer Fachbericht.
- British Association of Dermatologists: Patienteninformationen zu Telogen effluvium, Female pattern hair loss und Frontal fibrosing alopecia.
- Weltgesundheitsorganisation: Menopause.
- Mibelle Biochemistry: Hair Growth Stimulated by Pea Sprout Extract. Herstellerveröffentlichung zu AnaGain™.
- bitop: Ectoin® Natural. Herstellerinformationen zur Unterstützung der Hautbarriere.
Produktdaten: WELAB-BIOTECH-Verbraucherstudie zur fertigen Formulierung, zwölf Wochen, 20 Teilnehmende, Selbsteinschätzung. Inhaltsstoffdaten sind von Ergebnissen zum fertigen Produkt zu unterscheiden. Sie sind keine gemessenen prozentualen Zuwächse der Haardichte und kein spezifischer Wirksamkeitsnachweis für menopausalen Haarausfall. Individuelle Ergebnisse können variieren.
Transparenz: Die Autorin ist Gründerin von WELAB BIOTECH. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.


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